Kein Bargeld mehr? Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet

Dirk Löhr

Wie der ehemalige US-Finanzminister und Ökonom Larry Summers und der US-Ökonom Kenneth Rogoff plädiert nun auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger für eine Abschaffung des Bargeldes.

Peter Bofinger (Quelle: Wikipedia)
Peter Bofinger (Quelle: Wikipedia)

Siehe hierzu den Spiegel Online-Artikel vom 16.05.:

Einfluss für Notenbanken: Wirtschaftsweiser Bofinger fordert Ende des Bargelds (bitte klicken)

Aufgrund der Existenz des Bargeldes hätten die Leitzinsen von Notenbanken weniger Durchschlagskraft, wenn Banken oder Verbraucher statt Guthaben Bargeld horten. Bofinger liegt mit der Analyse des Phänomens zwar richtig, schüttet aber dennoch das Kind mit dem Bade aus. Mehr hierzu finden Sie im Artikel aus der Zeitschrift für Sozialökonomie (184./185. Folge, April 2015):

“Negativzinspolitik: Die EZB als jene Kraft, die Gutes will und doch das Böse schafft?” (bitte klicken)

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One thought on “Kein Bargeld mehr? Das Kind mit dem Bade ausgeschüttet”

  1. Die in dem genannten Papier der Zeitschrift für Sozialökonomie dargestellten Zusammenhänge sind eigentlich nur mit aufwändiger Imbecilität oder impertinenter Ignoranz widerlegbar.
    Zu ergänzen ist aber, daß eine Abschaffung des Bargeldes ALLE Bürger ohne Not eines anonymen Zahlungsmittels beraubt würden, welches ein wichtiger Garant freier wirtschaftlicher Entscheidungen ist.
    Das ist sicherlich im Interesse macciavellischer Politiker und Steuerstrategen und auch mancher Internet-Riese fände dies sicherlich auch vorteilhaft.

    Erste Schritte wurden jetzt auch in Frankreich eingeleitet indem die Höchstgrenze von Barzahlungen auf 1000.– beschränkt wurde.
    Der Macciavellist übersieht aber, daß auf einem globalisierten Markt genügend Alternativen vorhanden sind um derartige polizeistaatliche Maßnahmen zu umgehen. Das beginnt bei Tauschgeschäften über internationale Handelsplattformen, wird erweitert durch die Zahlung in fremden Währungen und hört bei digitalen und anonymen Währungen, wie bitcoin u.a. sicherlch nicht auf. Durch derartige Maßnahmen wird ein freiheitlicher Bürger ohne Not in Illegalität und Clandestinität gedrängt. Als weitere Folge würde der Einfluß der EZB weiterhin abnehmen und im schlimmsten Falle in die Marginalität gedrängt. Ein beängstigendes Szenario – nur um des Machterhaltes willen…

    Aber mit einer gleichzeitigen unverhältnismäßigen Ausweitung der Schnüffelrechte des französichen Geheimdienstes ohne richterliche Genehmigung, die nach den unaufgeklärten Überfall auf Charlie-Hedo (ein auch von der Elysee sicher gut gehasstes Satireblatt) problemlos alle Instanzen passierten, ist Frankreich nunmehr bereits bestens gerüstet jegliche freiheitlichen Alternativen bereits im Keime zu ersticken.
    Allein es ist nur noch zu hoffen, daß derartige Manipulationen der “demokratischen” Machtelite sich nicht bis in die freiheitlichen Grundlagen der EU fortsetzen werden.

    Ein Sozialismus übelster Sorte wäre die Folge und das Ende dieser Entwicklung.

    rah

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